Asgard hatte beschlossen, seine erste Fahrt auf einem diesem Anlaß
angemessenen Gewässer zu begehen. Als Gefährten hatte er Sabre,
den erfahrenen Klassiker, Drachen, den englischen Eski, und den unverwüstlichen
Hein Blöd auserkoren. Gemeinsam wollten sie die berühmte Donau,
den zweitlängsten Fluß Europas, befahren. Die Mühen des
ersten Tages, von Ingolstadt hatte man sich aufgemacht, wurden durch die
imposante Felskulisse des Donaudurchbruchs bei Kelheim mehr als belohnt.
Der zweite Tag führte die vier Boote bis Regensburg.
Zahlreiche Staustufen, weithin sichtbare Bollwerke aus Stahl und Beton,
sorgten dafür, daß die anfangs so kraftvolle Strömung nun
kaum noch vorhanden war. Regensburg mit seiner mittelalterlichen Altstadt
bot dagegen die rechte Gelegenheit, einen Tag zu verschnaufen und Kräfte
zu sammeln für die nun folgende lange Etappe bis Straubing. Eine kluge
Entscheidung, wie sich am folgenden Tage herausstellen sollte. Die Strömung
hatte die Boote zwar gut auf den Weg gebracht und der Anblick Walhallas
hatte Asgards germanisches Herz regelrecht höher schlagen lassen.
Die treibende Kraft des Wasser aber kam auf der Hälfte der Etappe
vollends zum Stillstand. Die Sonne brannte unbarmherzig und das Ufer bot
dem Auge keine Abwechslung. Aber auch diese Prüfung sollte gemeistert
werden.
Nachdem am folgenden Tage Deggendorf erreicht war, bereitete man sich auf die letzte und längste Etappe der Fahrt vor. Glücklicherweise stärkte die Kraft der Isar die Strömung noch einmal mächtig und trieb die vier Boote vorbei an den Berghängen und Burgruinen des Bayrischen Waldes hinein bis nach Passau. Diese uralte Stadt mit ihren weit aufragenden Festungsanlagen und ihren kleinen mittelalterlichen Gassen, dort wo die dunkle Donau sich mit dem hellen Wasser des Inn vereinigt, um weiter dem Schwarzen Meere entgegenzuströmen, dort fand die Fahrt der vier Boote ihr Ziel.
Maik